Schulträger
Die katholischen Schulen in Hamburg haben eine lange und reiche Tradition als Gemeindeschulen. So wurde das katholische Schulwesen - was seine heutige Gestalt und Struktur angeht - im 19. Jahrhundert grundgelegt: als Elementarschulen, als Mittelschulen und als höhere Schulen. Diese Breite macht auch das heutige Angebot aus: Die 21 Schulen bieten von der Vorschule bis zum Gymnasium - außer Gesamtschulen - alle Regelschulformen des allgemeinbildenden Schulwesens an. Dies ermöglicht gerade in der Situation der Diaspora die schulische Betreuung während der gesamten Schulzeit und den Erwerb aller Abschlüsse im katholischen Schulsystem. Vielfach liegen sie in der unmittelbaren Nachbarschaft einer Kirche, arbeiten auf jeden Fall mit der Gemeinde und dem Pfarrer eng zusammen. Blickt man auf die Karte Hamburgs, stellt man fest, dass die katholischen Schulen auch geografisch das Stadtgebiet weitgehend abdecken. Und die Stadtteile, die als weiße Flecken erscheinen, werden durch schuleigene Busse angefahren, die Vorschulkinder und Kinder aus den ersten Klassen zu ihrer Schule bringen. Aus ihrer Geschichte und durch die Zielsetzung ihres Trägers, des Katholischen Schulverbandes Hamburg, erwächst ihnen ein besonderer Auftrag, der sich von der Zielsetzung öffentlicher Schulen unterscheidet. Dabei geht es um Erziehung und Bildung nach christlichen Grundsätzen und Zielen. Dies äußert sich nicht nur im katholischen Religionsunterricht, sondern in der Prägung des gesamten Schullebens, des Unterrichts in Inhalt und Methode, und in der Einübung in die katholische Glaubenspraxis. Auch in Zukunft wird dies ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Arbeit sein. Die katholischen Schulen haben einen guten Ruf. Ihre Schülerinnen und Schüler leben und lernen in einer fördernden Atmosphäre und erzielen häufig überdurchschnittliche Lernergebnisse. Dies sind wichtige Kriterien für die Schulwahl vieler Eltern. Die Qualität schulischer Arbeit zu sichern und auszubauen und die kontinuierliche Entwicklung jeder einzelnen Schule zu gewährleisten wird eine ständige Aufgabe auch der Zukunft sein, erst recht in den Zeiten, die durch die Diskussion über länderübergreifende Untersuchungen schulischer Lernergebnisse, durch Vergleichsarbeiten und zentrale Abschlüsse geprägt ist. Die katholischen Schulen haben sich auf den Weg gemacht, ihre Qualität zu sichern und zu entwickeln: das katholische Schulamt berät und unterstützt sie dabei. Auch in den Schulbauten und in der personellen und sächlichen Ausstattung soll sich die Entwicklung darstellen. Die wirtschaftliche Basis muss dafür gesichert sein und bleiben. Hierzu werden alle Anstrengungen unternommen, auch in schwierigen Zeiten.
Hamburg, im November 2005
Dr. Hermann Vortmann Schuldezernent


